MEDIA – Stand der Dinge 2. April 2014

Nach der Abstimmung vom 9. Februar hat die EU die Verhandlungen mit der Schweiz betreffend MEDIA – dem Förderprogramm zur Unterstützung der audiovisuellen Industrie in Europa – auf Eis gelegt.

Aufgrund des Ausfalls des MEDIA-Programms entsteht eine grosse Finanzierungslücke für die Schweizer Filmbranche. Der Bundesrat hat deshalb beschlossen, dem Parlament einen Kredit im Umfang von 5 Millionen Franken für die Umsetzung einer Übergangslösung für das Jahr 2014 zu unterbreiten. Diese Übergangslösung kommt, wie bisher bei MEDIA, der Schweizer Filmbranche direkt zugute: d.h. den Filmproduzenten, Festivals, Kino- und Verleihbetrieben und Weiterbildungsprogrammen. Die Zuteilung soll über die bisherigen Experten und Gremien in Europa geschehen, die also von der Schweiz separat unter Vertrag genommen werden sollen.

Nicht Teil der Übergangslösung werden ab 2014 von MEDIA neu eingeführte Förderprogramme, z.B. die Gameförderung, sowie Programme, die bisher vom Bund nicht unterstützt wurden, wie z.B. TV-Koproduktionen.

Der volle Zugang zum europäischen Filmmarkt und zu dessen Netzwerk wird durch diese Massnahmen nicht zu ersetzten sein. Es ist also nach wie vor das Ziel, möglichst bald als vollwertiges Mitglied wieder bei MEDIA dabei zu sein.

Die Teilnahme von Schweizer Filmschaffenden an Programmen von CARTOON sollte weiterhin möglich sein. Allenfalls werden höhere Gebühren oder andere Zugangserschwernisse zu vergegenwärtigen sein.

In jedem Fall gilt: den Dialog suchen, Erkenntnisse melden und Vorkommnisse besprechen. Mit dem GSFA und dem Media Desk Schweiz (Corinna Marschall, Telefon 043 960 39 29, info@mediadesk.ch)

«Muggeschiss» von Simon Piniel (2006)